Manchmal wird es behauptet, dass alle Krankheiten im Kopf beginnen. Dieser Ausdruck gilt hundertprozentig für ein Magengeschwür. Was führt zu seiner Entstehung? In der Medizin sind die Fälle bekannt, wenn ein Magengeschwür innerhalb von ein paar Stunden nach einer starken emotionalen Anstrengung entsteht. Unzufriedenheit mit sich selbst, Minderwertigkeitskomplexe, Ängste, Unruhe – all diese psychologischen Zustände führen direkt zum Stress, zu den Veränderungen im Nervensystem und schließlich zu einem Magengeschwür. Heute wird diese Erkrankungen ohne Probleme festgestellt und erfolgreich behandelt, aber die Zahl der Betroffenen sinkt nicht. Wer ist denn gegen diese Krankheit besonders anfällig?  Es gibt mehrere Risikogruppen. In erster Linie sind die Männer mit der Blutgruppe 0, Choleriker, Kettenraucher, Workaholics davon betroffen, auch jene, die nicht regelmäßig essen. Damit ein Magengeschwür entsteht, ist die Kombination von ein paar Faktoren nötig. Zu den Risikofaktoren gehören auch Charakterzüge des Menschen. Feinfühlige Menschen, die oft negative Emotionen erleben, sind häufiger gegen ein Magengeschwür anfällig. Wenn man die Schläge des Lebens unerschütterlich und ruhig erträgt, wird kaum ein Magengeschwür haben.

Lange Zeit waren die Ärzte der Meinung, dass zu den Ursachen von Magengeschwüren eine ungesunde Ernährung, Stress, Rauchen, Alkohol, der Charakter und das Temperament gehörten. 1983 wurde eine besondere Bakterie entdeckt, die im saueren Milieu des Magens leben kann. Das Bakterium befällt die Magenschleimhaut, an dieser Stelle entzündet sich die Schleimhaut. Dann entsteht ein Geschwür. Alleine die Bakterien können ein Magengeschwür nicht verursachen. Zur Bildung eines Magengeschwürs tragen eine ungesunde Ernährung, Tabak, Alkohol, Kaffee und Stress bei.

Ein Magengeschwür ist eine Saisonkrankheit. Die kritischen Perioden für ein Magengeschwür sind der Frühling und der Herbst. Gerade in diesen Jahreszeiten soll man das Geschwür behandeln, ohne auf die Symptome zu warten. Beim Magengeschwür hat man Zugschmerzen im Bauch, die 15 – 30 Minuten nach der Mahlzeit erscheinen, dann verschwinden sie allmählich. Während der Exazerbation der Magengeschwürkrankheit hat man Übelkeit, saueres Aufstoßen und Sodbrennen. 

Es muss darauf hingewiesen werden, dass bei dieser Krankheit die Schmerzen auf nüchternen Magen erscheinen, nicht selten nachts. Man empfindet sie nicht nur im Bauch, sondern auch in der linken Seite und sogar im Rücken. Um diese Schmerzen loszuwerden, kann man ein Glas Wasser oder Milch trinken oder etwas essen. Bei der Magengeschwürkrankheit hat man keinen Appetitverlust, umgekehrt, der Appetit ist krankhaft: Man hat immer Hunger und will essen.

Früher haben die Ärzte den Kranken eine strenge Diät verschrieben. Heute wird es empfohlen, nur während der Exazerbation Diät zu machen. Eine gesunde ausgewogene Ernährung ist bei dieser Krankheit von großer Bedeutung.

Während der Exazerbation der Magengeschwürkrankheit muss man scharfes, saueres, gebratenes, grobes Essen und kohlensäurenhaltige Getränke ausschließen. Es ist wichtig, dass der Magen nicht leer bleibt. Die Trennkost eignet sich perfekt für Betroffene. Der Ernährungsplan soll so aussehen: Cremesuppe, Kissel, Brei, Haferbrei morgens, gekochte Speisen, Dünstspeisen, Fleisch, Milch, Eier, Toasts.

Bei der Magengeschwürkrankheit muss man folgendes beachten: keine Stresse. Man muss sein Leben so gestalten, dass man mehr Ruhe hat und sich nicht den schlechten Gewohnheiten wie Rauchen und Alkohol hingibt, weil sie das Immunsystem abschwächen.